Was im Bereich der Hobby-Fotografie Instagram übernimmt, sprich: das oberflächliche Schönen und Aufwerten von Mittelmäßigkeit, wird im Netz in Bezug auf innere und äußere Werte seit jeher praktiziert. Da werden Pissnelken zu Rosenkavalieren, Epilepsie zu Augenzwinkern und Schokoladenbäuche zu Schokoladenseiten. Hobbys: Lesen, Reiten, Schwindeln. Über manche Dinge spricht man nicht — schon gar nicht über die Wahrheit.
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Als Herr Langer auf seiner Webseite GamersGlobal eine Ausschreibung für eine unbezahlte Praktikantenstelle veröffentlichte, ließ ich meiner Empörung freien Lauf. Natürlich war mir klar, mit dieser Aussage in ein Wespennest zu stechen, da ich weder Jörg Langer noch seine Fürsprecher für gonzo-kompatibel halte.
Auch Dennis echauffierte sich über Langers Einstellung und spielte mit dem Gedanken, einen Artikel zu verfassen — hatte aber Bedenken, weil seine Einstellung dazu prinzipiell meinem unfreundlichen Tweet glich. Ich bat Dennis, einen möglichst sachlichen Artikel zu verfassen und schlug vor, besagten Tweet abschließend einzubinden. Was oberflächlich betrachtet vielleicht als stumpfe Beleidigung interpretiert werden könnte, war ein bewusst eingesetztes Stilmittel, um die Polarisierung des Artikels zu maximieren. Dom steuerte eine großartige Grafik bei (siehe oben), der Arschtritt war perfekt und machte die Runde.
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Ein weiser Mann sagte mal: »GRRR OOOOR RAAAARR ROOOORRR OOOR oooor UURRG RAAAAAAR OOR oooor roooor AAH GRRR UUURRG rooor UUUGG ug AAHHH uurrrg ggrrrrr GGRRRRR oooor UUGGG AAAHHH UUURRRG aahhhh AAHHHHH roorrr aaahhhh ROOOOOOORRR raaaarrr AAAHHH OOR GRRR rooor OOOOOR OOOR oooor OOOOR raaaaarrr OOOOR UUUGG ROOOOORR aahhhhh rooorr UUURRRG UG oooor roooor ooooor GGRRRR ggrrr GRRRR AHH!!!«
Im oben genannten Beispiel schrieb ich bei Superlevel über die von Telltale Games geplante Spielumsetzung zu The Walking Dead. Genau genommen jagte ich einfach eine Textpassage aus dem Entwicklerblog durch den Zombie-Translator, fügte eine Grafik und zwei Links ein, fertig. Natürlich hätte ich mich auch 10x so lange mit dem Artikel aufhalten und einen sachlich formulierten Text verfassen können. Ja, aber dazu hatte ich schlichtweg keine Lust — und wenn ich zu etwas keine Lust habe, es aber trotzdem erledigt wissen möchte, mache ich im übertragenen Sinne vom ökonomischen Prinzip Gebrauch: Mit möglichst wenigen Mitteln ein bestimmtes Ziel erreichen (Minimalprinzip) oder mit gegebenen Mitteln möglichst großen Nutzen erzielen (Maximalprinzip).
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(Bild: Ze Frank & BitmapData Glitch Generator)
Ein weiser Mann sagte mal: »Das Problem mit verdammt guten Ideen ist, dass sie einen daran hindern, andere verdammt gute Ideen in die Tat umzusetzen.«
Vor einiger Zeit telefonierte ich mit Jeremy und wir unterhielten uns über (gute) Ideen und wie schade es sei, nur einen geringen Bruchteil der kreativen Hirngespinnste über die Idee hinaus auf die Welt loszulassen. Jeremy erwähnte in diesem Kontext ein altes Video (2006) von Ze Frank, in dem der Netzaktivist von sogenanntem Brain Crack spricht. Er meint damit Ideen, die man im Geiste mehr und mehr ausschmückt. Theoretische Großartigkeiten, die praktisch beflügeln — doch anstatt Nägel mit Köpfen zu machen, flüchtet man sich in Ausreden und Projekte verlaufen sich im Sand. Daraus entsteht ein ständig rotierender Ballast, der sich letztlich negativ auf das ganze Schaffen auswirkt.
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Ich stehe am Abgrund, senke mein Haupt und blicke in die Augen einer Giraffe, die ihren Hals nach mir umdreht. Die hektischen Kaubewegungen des skeptisch dreinschauenden Tieres verhalten sich synchron zu meinem Herzschlag, den ich bis in die Haarspitzen spüre. Unter dem rechten Arm trage ich eine altmodische Nähmaschine, die offensichtlich mit einer Handkurbel betrieben wird. Ein penetrant süßlicher Geruch liegt in der Luft, der zweifelsohne vom Leichenberg ausgeht, der hinter mir in den Himmel ragt. Ich weiß weder, wie ich an diesen abgelegenen Ort gelangte, noch wie ich ihn wieder verlassen kann, sofern mir mein Leben lieb ist. Ein Sprung in die Tiefe würde meinen sicheren Tod bedeuten.
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Sehr geehrter Herr Mustermann,
ich beziehe mich auf Ihre heutige E-Mail, in der Sie Interesse an einem Linktausch mit mir bekundeten. Bevor ich meine Zweifel an diesem Tauschgeschäft offenlege, möchte ich mich recht herzlich für Ihre schmeichelnden Worte bedanken. Es freut mich ungemein, dass meine Internetpräsenz Sie dazu veranlasste, mit mir in Kontakt zu treten, um auf geschäftlicher Ebene miteinander zu kooperieren. Bitte entnehmen Sie meinem Tonfall keine Ironie. Es würde mir nie in den Sinn kommen, Sie oder gar den ehrenwerten Beruf des Suchmaschinenoptimierers in Misskredit zu bringen.
Ich bin von Natur aus etwas misstrauisch, deswegen erlauben Sie mir bitte, anbei besagte Zweifel zu äußern. Wenn fremde Menschen an mich herantreten und einen Tauschhandel vorschlagen, ist vorerst davon auszugehen, dass der Tausch für den Fragenden lukrativer ist, als für den Gefragten. In Ihrem Schreiben beteuern Sie zwar, dass der Linktausch in unser beidseitigem Interesse sei, doch wenn ich mir die Fakten vor Augen führe, könnte durchaus der Verdacht entstehen, Sie Schelm würden mein vermeintliches Unwissen in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung ausnutzen wollen.
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(Jean-Michel Basquiat, 1982, Quelle)
Da ich in regelmäßigen Abständen gefragt werde, warum ich denn überhaupt Fabu heiße, möchte ich diesen Artikel dafür nutzen, die Entstehung und Bedeutung zu erläutern.
199x. Der Zivildienst rief, also packte ich meine drei Sachen und zog vom überschaubaren Hanerau-Hademarschen nach Hamburg. Großstadt und so. Ich entschied mich für ein Altenheim in Eppendorf und wenn ich nicht gerade Senioren wusch, mit Omas flirtete, Essen reichte oder mich von den katastrophalen Umständen runterziehen ließ, vergrub ich mich in meiner Einzimmerwohnung im angrenzenden Eimsbüttel und masturbierte oder konsumierte Filme. Gelegentlich ließen sich diese beiden Tätigkeiten auch kombinieren.
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Hallo Zielgruppe. Ich nahm es mir bereits oftmals vor, doch scheiterte stets an der (mentalen) Hürde, ein privates Blog einzurichten und an meine Bedürfnisse anzupassen. Dieses Wochenende besiegte ich schließlich den inneren Schweinehund (keine Angst, er kam nicht zu Schaden) und machte mich ans Werk, um hier meinen Gedanken freien Lauf lassen zu können.
Ich blogge zwar schon recht viel bei Superlevel und Twitter gehört ebenfalls zu meinem täglich Brot, aber irgendwie benötige ich einen zusätzlichen Kanal, der mich weder thematisch (Videospiele) noch technisch (140 Zeichen) einschränkt. Dieses Blog ist nicht für kurzweilige Fundstücke (Links, Videos etc.) gedacht, da man diese Dinge wunderbar im Twitterkosmos oder bei Facebook abladen kann. Nein, ich möchte an dieser Stelle eher nachhaken und hinterfragen, Monologe führen und zum Dialog auffordern.
Wer mich dabei begleiten möchte, beehrt mich mit einem Lesezeichen oder abonniert am besten direkt den Feed. Rock’n'Roll!
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